Abenteuer mit Sicherungsleine

Im Jahr 2005 bot die Geschäftsführung ihren Auszubildenden erstmals ein Jahr Arbeit im Ausland an. Im Raum stand ein Aufenthalt in China. Niemand machte Ernst – bis auf Clas Vesper, damals Auszubildender zum Werkzeugmechaniker in der Kunststofffertigung. Er übernahm die Vorreiterrolle und stellte auch Gira vor neue logistische Herausforderungen in Bezug auf die Organisation von Arbeitsstelle, Unterkunft und Visum. Knapp ein Jahr später startete seine Reise in die Millionenmetropole Schanghai.

Herr Vesper, warum waren Sie der Einzige, der Interesse am Auslandsaufenthalt in China gezeigt hat?

Clas Vesper: Ich glaube, Interesse hatten die anderen auch, aber es hat sich damals niemand so recht getraut.

Wie war das denn bei Ihnen, waren Sie nicht nervös?

Doch natürlich, ich hab mich verrückt gemacht dieses halbe Jahr bzw. die drei, vier Monate vorher, in denen klar war, dass ich wirklich rübergehe. Ich hatte mich gut vorbereitet, auch über die Kultur dort, und mehrere Bücher gelesen. Am Ende war das alles nicht so wild. Es gab schon einen Kulturschock, aber nicht so extrem, wie es im Vorfeld von meinen Kollegen geschildert wurde.

Was hat Gira unternommen, um Sie möglichst gut auf Ihr Jahr in China vorzubereiten?

Gira hat natürlich die generellen Dinge für mich geregelt, meine Stelle, die Unterkunft, Versicherungen, Visa, alle Flüge, auch für meine Urlaube in Deutschland, das war ziemlich komfortabel für mich. Auch vor Ort konnte ich bei allen Fragen auf das Schanghai- Office von Gira zurückgreifen, dort hat jemand Deutsch gesprochen. Es gab für mich also immer ein Back-up, falls etwas passieren sollte. Auch im Worst Case, wenn ich den Aufenthalt hätte abbrechen wollen, wäre das nur ein Anruf gewesen.

Hatten Sie vorher schon Ihren Wiedereinstieg geregelt, sodass Sie sich beruhigt auf den Aufenthalt in China einlassen konnten?

Ja, wir hatten schon im Vorfeld besprochen, welche Möglichkeiten des Wiedereinstiegs es für mich gibt, und es war auch klar, dass mich dieses Jahr in China beruflich weiterbringen sollte. Ich wusste also schon, dass ich als Projektsachbearbeiter wieder anfangen und in der Werkzeugbereitstellung die internationale Werkzeugbeschaffung mit Schwerpunkt Asien betreuen würde.

Das heißt, Sie sind auch heute weiterhin in China unterwegs?

Ja, ich bin Projektleiter im Kunststoffzentrum und hier für die Betreuung der Werkzeuge, die wir in China fertigen lassen, verantwortlich. Von daher bin ich immer noch dort unterwegs und wundere mich jedes Mal, wie schnell sich vor Ort alles entwickelt, allein was die Englischsprachkenntnisse angeht.

„Es gab für mich immer ein Back-up, falls etwas passieren sollte.”

- Clas Vesper

2006 war das noch anders?

Ja, das Unternehmen lag im Fengxian District, also sehr weit außerhalb des Zentrums von Schanghai. Dort konnte keiner Englisch, und ich konnte kein Chinesisch. Ich bin ziemlich ins kalte Wasser gesprungen.

Lesen Sie auf Seite 2:

Clas Vesper über seine Erlebnisse in China und mit den Menschen dort

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Clas Vesper über Vorbereitungen zu seinem Auslandsaufenthalt,
über seine Erlebnisse in China und mit den Menschen dort.

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