Grenzerfahrung mit Rückendeckung

Ihr Projektteam zieht sich ja durch das ganze Haus, weil alle Bereiche berührt werden. Von welcher Größenordnung sprechen wir hier?

Unterschiedlich. Das Kernteam besteht aus zehn Teilprojektleitern und rund zehn Leuten aus der IT. Teilweise kommen da noch rund zehn Prozessexperten dazu, und in Hochphasen, wo die Massentests durchgeführt werden, sind es auch mal 50 bis 60 Leute, die gleichzeitig am Projekt arbeiten.

Was ist für Sie persönlich die größte Herausforderung?

Das sind zwei Dinge. Erst mal die Komplexität des gesamten Systems. Die Just-in-time-Fertigung stellt große Anforderungen an das SAP-System, etwa in Bezug auf das Fehlerhandling. Zum anderen ist es eine große Herausforderung, die Menschen mitzunehmen. Diesen Punkt sehe ich als einen der wichtigsten Schritte überhaupt an. Da stehen wirklich viele Ängste im Raum, die den Menschen unbedingt genommen werden müssen.

Wie gehen Sie damit um?

Wir haben ein sehr umfangreiches Schulungskonzept erarbeitet und verschiedene Schulungsräume eingerichtet. Zunächst lernen die sogenannten internen Multiplikatoren, mit dem System umzugehen, danach geben diese ihr Wissen weiter. Zusätzlich arbeiten wir mit einem speziellen Softwaretool, das verschiedenste Prozesse aufzeichnet, die später am Arbeitsplatz zur Erinnerung wieder abgerufen werden können.

Wie schaffen Sie es, die Menschen in diesem Massenprojekt zusammenzuhalten und nichts zu übersehen?

Wir haben Regelmeetings mit den Teilprojektleitern und dazu Projekträume nahe an den jeweiligen Bereichen geschaffen, damit die Mitarbeiter kurze Wege haben, sich mal eben treffen zu können. Dazu suchen wir immer den engen Kontakt zum Betriebsrat, damit wir die Anliegen der involvierten Mitarbeiter im Blick behalten. Das ist eine sehr gute Situation, die wir hier haben. In jeder zweiten Woche sitzen wir zusammen und sprechen ganz offen miteinander.

Müssen Sie eigentlich manchmal Überstunden machen?

Die zeitliche Belastung bei dem Projekt ist sicherlich extrem. In den Hochzeiten muss man, bei allem Engagement für Gira, aber auch mal darauf achten, dass man es nicht übertreibt. Bei Gira sind Kollegen teilweise so begeisterungsfähig für ein Thema, dass sie vieles um sich herum vergessen. Darin steckt auch ein gewisses Risiko, und darum ist es wichtig, vom Arbeitgeber die Aussage zu bekommen: Wir passen da schon auf dich auf. Über diese Dinge kann man hier aber auch offen sprechen.

Hatten Sie nicht zu Beginn einen Heidenrespekt vor diesem Projekt? Sie haben doch bestimmt geahnt, dass hier sehr viel Arbeit auf Sie zukommen würde, und immerhin steckten Sie zusätzlich noch mitten im Stress Ihrer Diplomarbeit.

Erst mal war ich schon ein bisschen erschlagen, aber ich denke, zu Beginn eines solchen Projektes ist das normal. Außerdem war ich bereits vorher in das SAP-Projekt involviert und wusste so ungefähr, was auf mich zukommt. Es gab Dinge, die in der Vergangenheit nicht so gut gelaufen waren, aber nach einem Gespräch mit Geschäftsleitung und Personalabteilung hatte ich die notwendige Rückendeckung und auch die Sicherheit, die ich für mich brauchte. Ich muss sagen, gerade wenn Herr Giersiepen eine Aussage macht und wenn es nur eine mündliche ist, dann kann man sich darauf auch verlassen.

Wenn Sie jetzt ein Resümee ziehen müssten, was würden Sie sagen?

Ich würde sagen, dass man sich in so einer Phase extrem weiterentwickelt. Ich bin ganz klar an die eigenen Grenzen gekommen, aber ich habe auch sehr viel gelernt. Das Projekt geht jetzt schon über eineinhalb Jahre, und es gab Situationen, in denen ich mich zu Anfang sehr unwohl gefühlt habe, die aber jetzt überhaupt kein Problem mehr sind.

Was waren das für Situationen?

Zum Beispiel Gesprächsrunden mit großen Gruppen zu leiten und kritische Themen mit deutlich älteren und erfahreneren Kollegen zu besprechen. Oder Situationen, in denen ich die Interessen unseres Unternehmens klar vor der Geschäftsführung der externen Projektpartner vertrete.

Sie stehen der Sache also nach wie vor positiv gegenüber?

Ja, ich bin jemand, der sich gerne mit neuen Aufgaben auseinandersetzt, der Spaß daran hat, noch ein Quäntchen obenauf zu legen. Dazu habe ich auch das Glück, den direkten Draht zu Herrn Giersiepen zu haben, ich schätze ihn als Arbeitgeber sehr. Da macht man gerne auch mal ein bisschen mehr, als vielleicht „nötig“ wäre. Das gilt übrigens für die meisten meiner Kollegen auch.

(Stand 2012)

Steckbrief

Geboren

1982

Bei Gira seit

2001

Ausbildung

zum Industriekaufmann

Studium

Von 2005 bis 2010 absolvierte Sebastian ein berufsbegleitendes Studium zum Wirtschaftsingenieur.

Werdegang bei Gira

Nach seiner Ausbildung arbeitete Sebastian Marz rund zwei Jahre in der Betriebswirtschaft. Seit 2007 ist er als Assistent von Dirk Giersiepen tätig, der geschäftsführender Gesellschafter von Gira ist. Parallel dazu leitet er seit August 2010 die SAP-Einführung im Unternehmen.

(Stand 2012)

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Aufbruch mit Ausdauer

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Himmelsstürmer mit Bodenhaftung

Der Club der Gira Aktiv Partner ist in der gesamten Branche einmalig. Außergewöhnlich sind nicht nur die vielen Aktivitäten, sondern auch der persönliche Umgang und das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Gira und den Mitgliedern. Als Leiter des Clubs spielt Jörg Hessler im Geschehen eine zentrale Rolle.
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Im Jahr 2005 bot die Geschäfts- führung ihren Auszubildenden erstmals ein Jahr Arbeit im Ausland an. Im Raum stand ein Aufenthalt in China. Niemand machte Ernst - bis auf Clas Vesper, damals Auszubildender zum Werkzeugmechaniker in der Kunststofffertigung.
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Pioniere mit Vertrauensvorschuss

Gira hat im Jahr 2002 die Türsprechanlage im Schalter- programm erfunden und damit die Welt der Gebäudetechnik revolutioniert. André Dornseiff, Senior-Hardwareentwickler und Hartmut Heinbach, Programmierer für hardwarenahe Software/ Firmware sind die Männer der ersten Stunde.
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Karrierefrau mit Familiensinn

Kind und Karriere: Viele Frauen stellen sich die Frage, wie das funktionieren kann. Christiane Fastenau ist zweifache Mutter und leitet den Bereich Export-Marketing in Teilzeit. "Vieles ist möglich", sagt sie, "wenn das gesamte Paket stimmt."
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Analytiker mit Menschenkenntnis

Lutz Faßbender geht den Dingen gerne auf den Grund: Bei Gira absolvierte er gleich drei auf- wendige Weiterbildungsmaßnah- men in den Bereichen Mediation, Coaching und Organisations- psychologie, um seiner Rolle als Betriebsratsvorsitzender besser gerecht werden zu können.
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Grenzerfahrung mit Rückendeckung

Mit nur 29 Jahren leitet Sebastian Marz das vielleicht größte Organisationsprojekt von Gira: die Einführung von SAP als leitender Software für sämtliche Geschäftsprozesse im Unternehmen.
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Computernerd mit Zukunftsvisionen

Alle Unternehmen wünschen sich kreative und innovative Mitarbeiter. Aber was heißt denn das in technische Berufen? Markus Fromm-Wittenberg weiß es. Er glaubte an die Kombination aus EIB- und Internettechnologie, als alle anderen noch abwinkten - und kreierte ein Produkt, mit dem ein ganzes Haus per Computer gesteuert werden kann.
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Bernhard Hoster ist Technologiemanager im Geschäftsfeld Kunststofftechnik bei Gira. Der Experte hat nicht nur verschiedene leitende Positionen in der Region, sondern auch schon in Japan, China und der Türkei innegehabt. Zudem war er lange Zeit als Dozent an der Hochschule tätig.
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Jan Böttcher ist Wirtschaftswissenschaftler und hat sich schon im Studium mit nachhaltiger Unternehmensführung befasst. Seine Diplomarbeit hat er als Praxisarbeit bei Gira erstellt und damit das Thema Nachhaltigkeit in das Unternehmen eingebracht. Dafür hat er bei Gira viel Unterstützung erhalten.
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Wer öfters bei Gira anruft, hat ihren Namen sicherlich schon gehört. Gabriele Günther hat bereits vor 38 Jahren bei Gira als Telefonistin angefangen. Vor sechs Jahren ist sie im Alter von 55 Jahren noch zur Teamleiterin aufgestiegen.
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Als Astrid Jurzitza vor mehr als 25 Jahren bei Gira in der Montage angefangen hat, war sie noch besorgt, ob sie den Akkord schaffen würde. Doch diese Angst ist schnell verflogen. Heute ist sie nicht nur souverän bei der Arbeit, sie denkt auch ständig darüber nach, wie sich die Abläufe dort noch verbessern lassen. Interview lesen

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Dr. Stefan Pees ist Leiter der Software-Entwicklung IP bei Gira. Er hat den Bereich seit seinem Start bei Gira im Jahr 2010 aufgebaut und sich damit sein Aufgabengebiet selbst erabeiten und definieren können. Den besonderen Gestaltungsspielraum, den seine Position bei Gira bietet, schätzt er sehr.
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Ricarda Soyck-Lockner, Leiterin des Personalmanagements, und der Betriebsratsvorsitzende Lutz Faßbender haben bei Gira das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement vorangetrieben und die Firmenmitgliedschaft in einem sehr vielfältigen Gesundheitszentrum entwickelt.
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