Impulsgeberin im Dauereinsatz

Sie haben schon viele Verbesserungsvorschläge gemacht. Nennen Sie mal ein Beispiel.

Astrid Jurzitza: Ich habe mich vor etwa vier Jahren dafür eingesetzt, dass wir ein neues Gerät zum Vernieten bekommen. Wir hatten vorher ein Gerät, das nicht sehr gut zu halten war. Die Bewegung war schwierig auszuführen, und das schmerzte auf Dauer in der Schulter. Also habe ich überlegt, wie man das ändern könnte. Gemeinsam mit einer Kollegin habe ich mir das genauer angeschaut. Denn wir waren der Meinung, dieser Arbeitsschritt muss mit einem passenden Gerät wesentlich leichter gehen. Dann haben wir zusammen im Internet gesucht, was speziell für so einen Arbeitsschritt angeboten wird. Und wir haben etwas Gutes gefunden. Die Kollegin hat mir die Beschreibung des Produktes ausgedruckt und ich habe das dem Verantwortlichen gezeigt. Wir haben dann nach einiger Zeit auch ein neues Gerät bekommen, mit dem das nun viel besser geht.

Was ist das für ein Gefühl, wenn ein Verbesserungsvorschlag umgesetzt ist und es gut klappt?

Astrid Jurzitza: Das ist ein tolles Gefühl. Dann denke ich: Ach, wie gut, du hast dein Ziel erreicht. Das gibt dann auch wieder neue Motivation, weiter nachzudenken.

Haben Sie jetzt schon wieder neue Vorschläge?

Astrid Jurzitza: Ja, wir sind schon wieder an einer Verbesserung dran. Da der Betrieb sehr stark wächst, ist unser Segment zurzeit ziemlich vollgestellt, die Tische stehen recht eng nebeneinander. Ich habe schon mit dem Segmentleiter darüber gesprochen, dass wir das ändern müssen. Wir planen jetzt und überlegen, welche Tische wegkommen oder anders platziert werden müssen. Dafür kommt der Segmentleiter zu mir und fragt, wie ich mir das vorstelle und was ich darüber denke.

Sie organisieren auch über die Arbeit hinaus viel für den Zusammenhalt der Kollegen, also zum Beispiel kleine Feiern und Treffen. Bei Geburtstagen übernehmen Sie die Organisation und besorgen ein Geschenk. Das erfordert auch Einsatz außerhalb der Arbeitszeit. Das macht Ihnen aber nichts aus?

Astrid Jurzitza: Nein, das mache ich ja gerne. Wenn zum Beispiel einer einen runden Geburtstag hat, dann sammele ich Geld für ein Geschenk ein. Dann mache ich mir aber auch Gedanken, was wir Besonderes schenken können. Denn ein Blumenstrauß und ein Umschlag mit Geld – das kann ja jeder. Das ist langweilig. Ich überlege mir etwas Persönliches. Ich bastele meistens etwas Schönes, das dann auch passt. Klar, das mache ich in meiner Freizeit. Aber das macht ja auch viel Spaß. Ich find das einfach schön, wenn derjenige sich freut.

Die Kollegen sind für Sie sehr wichtig. Was bedeutet die Arbeit bei Gira für Sie?

Astrid Jurzitza: Ich mag den starken Zusammenhalt in unserem Segment. Unser Chef hört auch zu, wenn jemand Sorgen hat und darüber sprechen möchte. Das ist wichtig. Ich arbeite sehr gern. Wenn ich Urlaub habe, dann ist das natürlich auch mal schön. Zwei Wochen halte ich das gut aus. Aber spätestens nach drei Wochen werde ich unruhig. Dann bin ich sehr froh, wenn ich wieder zur Arbeit gehen kann.

(Stand 2014)

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Astrid Jurzitza über ihren Anfang bei Gira, Verbesserungsvorschläge
sowie den Zusammenhalt der Kollegen.

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Geboren

1963

Bei Gira seit

1989

Ausbildung

Friseurin

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Sie begann bei Gira als Mitarbeiterin in der Montage, wechselte wenige Wochen später in den Versand. Im Zuge der Umstrukturierungen im Jahr 2006 folgte der Wechsel zurück in die Montage.

(Stand 2014)

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