Spezialist mit dem Blick fürs Ganze

Dr. Stefan Pees ist Leiter der Software-Entwicklung IP bei Gira. Er hat den Bereich seit seinem Start bei Gira im Jahr 2010 aufgebaut und sich damit sein Aufgabengebiet selbst erabeiten und definieren können. Den besonderen Gestaltungsspielraum, den seine Position bei Gira bietet, schätzt er sehr. Neben der Elektrotechnik hat er auch Philosophie studiert. Das hat sein Verständnis für große Zusammenhänge geschult. Er schaut über das Hier und Heute hinaus und behält die Visionen für morgen stets im Blick.

Worin besteht die Aufgabe eines Leiters der Software-Entwicklung IP bei Gira?

Stefan Pees: Ich bin verantwortlich für den Ablauf der Software-Entwicklung, die erforderlich ist, um Produkte oder deren Komponenten zu realisieren. Dafür stelle ich die Projektteams zusammen. Die meiste Software realisieren wir gemeinsam mit externen Dienstleistern. Wir haben teilweise Projekte, an denen fünf oder sechs verschiedene Firmen oder Teams beteiligt sind. Da ist es wichtig, dass die Leute gut zusammenarbeiten können. Wir brauchen Fachleute, die entsprechend qualifiziert sind und auch im Sinne eines Teamgedankens arbeiten, die also auch auf sozialer Ebene gut zu uns passen. Zudem bin ich dafür verantwortlich, die komplexe Infrastruktur für die Projekte bereitzustellen. Denn die Arbeitsergebnisse, die in den verschiedenen Teams entstehen, müssen an zentraler Stelle zusammengetragen werden und reproduzierbar sein. Schließlich gibt es auch das ganze Thema Testmanagement. Ich setze mich dafür ein, dass wir einheitliche Standards haben, wie wir Software testen. Nicht zuletzt betreue ich die fachliche Entwicklung und den Kompetenzaufbau bei Gira.

Warum ist der Bereich Software-Entwicklung so wichtig für Gira?

Das liegt daran, dass für viele Gira Produkte das Interface- Design immer bedeutender wird. Unsere besondere Differenzierung zum Wettbewerb macht sich durch die Vereinigung von Design und Funktion bemerkbar. Traditionell hat man versucht, durch die sorgfältige Auswahl von Materialien, Formen und deren Gestaltung im Rahmen des Produktdesigns die Funktion möglichst schlüssig im Material abzubilden. Im Bereich der Software ist es so, dass die gestalterische Fläche für das Mechanikdesign immer weiter zurückgedrängt wird. Man kann sich das am Beispiel eines Smartphones gut vor Augen halten. Da besteht der Wunsch, das Interface, also die Benutzeroberfläche, möglichst groß zu machen, und das Gerät selbst existiert abgesehen von dem Display nur noch am Rand. Wenn wir uns also über die Differenzierung und über den Wettbewerb unterhalten, dann geht es zunehmend um das, was auf den Displays zu sehen ist. Die Software ist deswegen für uns von großer Bedeutung, weil sie das Medium ist, über das wir das Interface-Design realisieren. Eine gute Gestaltung des Interface bietet die Chance, die Benutzer emotional anzusprechen. Es soll zu etwas werden, das Spaß macht, es anzuwenden. Wir versuchen, darüber Freude an der Gebäudeautomation zu vermitteln.

Sie sind seit Januar 2010 in der Firma. Warum haben Sie damals gesagt: Ich gehe zu Gira?

Mich hat die Art und Weise überzeugt, wie bei Gira das Kennenlerngespräch, die Interviews geführt wurden. Es gab eine gute Atmosphäre und eine Verbindlichkeit in den Aussagen. Hinzu kamen die im Vergleich ganz anderen Erfahrungen, die ich in börsengeführten Unternehmen gemacht habe. Jetzt gab es die Aussicht auf ein Familienunternehmen und die entsprechende Stabilität, die für mich sehr wichtig war. Entscheidend war für mich auch die Erwartung eines großen Gestaltungsspielraums.

„Ich habe großen Gestaltungsspielraum bei Gira bekommen, um den Bereich der Software-Entwicklung aufzubauen und zu etablieren. Ich fühle mich durchgängig sehr gut unterstützt bei meiner Arbeit.“

- Stefan Pees

Den haben Sie dann ja auch erhalten. Sie haben sich Ihr Aufgabengebiet bei Gira von Grund auf entwickeln dürfen. Was bedeutet das für Sie?

Das war für mich tatsächlich einer der Hauptgründe, bei Gira anzufangen. Die Art und Weise, wie wir den Prozess hier begonnen haben, zeugt von einem großen Vertrauensvorschuss. Ich habe einen weiten Gestaltungsspielraum bekommen, um diesen Bereich aufzubauen und zu etablieren. Ich fühle mich durchgängig sehr gut unterstützt. Ich habe hier die Chance bekommen, Mitarbeiter aufzubauen, die nun sehr verantwortungsvolle Aufgaben innehaben, diese auch koordinieren und Projekte technisch steuern. Es ist eine der Stärken eines Familienunternehmens, dass die Unternehmensführung in den Entscheidungen wesentlich unabhängiger ist. Bei Gira wird auch langfristig gedacht und wir sind in der Lage, notwendige Investitionen wie den Aufbau von Mitarbeitern tatsächlich umzusetzen.

Lesen Sie auf Seite 2:

Dr. Stefan Pees über den Zusammenhang von Optimismus und Kreativpotenzial

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Dr. Stefan Pees über die komplexen Software-Projekte bei Gira
sowie den Zusammenhang von Optimismus und Kreativpotenzial.

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