Wissensdurst als Antriebskraft

Wie läuft das eigentlich praktisch, wenn man im Schichtdienst arbeitet? Wie kann man da noch eine Ausbildung absolvieren?

Als ich die Meisterausbildung gemacht habe, habe ich von Gira konkrete Unterstützung bekommen. Ich war zu der Zeit noch in der Montage, da wurde in Früh- und Spätschicht gearbeitet, und das im wöchentlichen Wechsel. Für die dreieinhalb Jahre, in denen ich die Schule besuchte, durfte ich ausschließlich in der Frühschicht arbeiten. So konnte ich zweimal die Woche und samstags zur Meisterschule gehen.

Diese dreieinhalb Jahre müssen sehr anstrengend gewesen sein.

Ja, das war nicht ohne, als Alleinerziehende neben der Arbeit noch dreieinhalb Jahre lang Abendschule durchzuhalten. Außerdem sind bei Gira auch die Aufgaben immer gewachsen. Denn ich wurde ja Teamkoordinatorin, war zuerst Fachvorgesetzte, später dann disziplinarische Vorgesetzte. Nach knapp drei Jahren habe ich gedacht: Jetzt wird es aber Zeit, dass die Schule fertig ist und ich die Prüfung bestehe. Denn dann kann man irgendwann nicht mehr. Aber ich bin auch weiterhin bereit zu lernen. Ich will bald wieder damit anfangen.

Man sieht es an Ihrem Lebenslauf, dass Sie immer mehr wollten als einfach nur einen sicheren Arbeitsplatz bei Gira. Warum fordern Sie sich immer selbst?

Ich brauche Veränderungen, ich liebe es, zu lernen und neue Ziele zu erreichen. So alt bin ich ja noch nicht, ich habe noch ein paar Jahre bis zu meinem Ruhestand. Ich merke es ja jetzt schon: Je mehr ich mich weiterbilde und Neues lerne, umso bessere Chancen habe ich, im Leben etwas zu erreichen.

Sie sind von Gira unterstützt worden in der Zeit der Weiterbildung. Wie ist das abgelaufen?

In der Teamkoordinator-Ausbildung habe ich dem Leiter der Schulungen erzählt, dass ich später mal die Meisterschule machen möchte. Ich habe mich gefragt, wie das wohl im Unternehmen ankommen würde, wenn ich sage, dass ich immer noch weiterlernen möchte. Irgendwann hat der Schulungsleiter Druck gemacht und gemeint: Sie gehen jetzt zur Personalabteilung und fragen nicht einfach nur danach, sondern Sie sagen, dass Sie das jetzt machen wollen. Das habe ich dann auch getan, und es ist gut angekommen. Ich habe einen Antrag gestellt. Dann hat mich Gira zu 80 Prozent finanziell unterstützt bei der Ausbildung. Ich habe mit meinen Kolleginnen im Segment geklärt, wie wir das mit den Schichten machen. Denn ich konnte dann ja keine Spätschicht mehr übernehmen. Der Vorgesetzte war einverstanden. Und so wurde das dann möglich.

Sie sind in Ihrer Freizeit mit der Tochter und dem Hund unterwegs. Hat Ihre Tochter eigentlich auch schon eine Vorstellung davon, was sie mal werden möchte?

Ja, sie möchte später Maschinenbau studieren. Und sie will Geschäftsführerin bei Gira werden.

Wie kommt sie darauf? Erzählen Sie ihr viel von der Arbeit?

Klar mache ich das. Wir reden über alles, da e rzähle ich natürlich auch von der Arbeit und dass die mir gut gefällt. Wenn ich mal dringend Zeit für das Privatleben brauche, dann ist das auch machbar. Zum Beispiel wenn ein wichtiger Termin der Kleinen ansteht oder jemand aus der Schule ruft an und ich muss meine Tochter abholen. Es hat noch nie jemand gesagt: Nein, das geht jetzt nicht. Ich bekomme die Unterstützung, wenn ich sie brauche. Und das kriegt meine Tochter ja auch mit. Ihr Wunsch ist es, irgendwann mal bei Gira zu arbeiten. Sie kann es kaum erwarten, hier mal Ferienarbeit zu machen.

Sie haben vor, sich auch in Zukunft noch weiter fortzubilden. Wo sehen Sie sich denn in einigen Jahren?

Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr im September berufsbegleitend ein Hochschulstudium zu beginnen. Ich möchte gerne Wirtschaftspsychologie studieren. Wo ich mich in einigen Jahren sehe, das kann ich noch nicht beantworten. Da lasse ich mich überraschen. Ich denke, bei Gira sind alle Türen offen.

(Stand 2014)

Seite 2 von 2

Biljana Branisavljevic-Sovic über den Schichtdienst, die wichtige Zeit mit der Tochter
sowie die Lust am Lernen.

Video
Menschen bei Gira

Jetzt ansehen

Broschüre
Menschen bei Gira

Jetzt bestellen

Aktuelle Stellenangebote
bei Gira

13

Stellenangebote ansehen

Neuigkeiten
von Gira

Mehr erfahren

Steckbrief

Geboren

1972

Bei Gira seit

2004

Ausbildung

Zerspanungsmechanikerin Fachrichtung Schleiftechnik

Werdegang bei Gira

Bei Gira beginnt sie 2004 in der Montage und wird dort nach interner Weiterbildung Teamkoordinatorin. Bald darauf beginnt sie, berufsbegleitend die Meisterschule zu besuchen, und schließt die Ausbildung zur Industriemeisterin Metall Ende 2010 erfolgreich ab. Im März 2012 wird sie Schichtleiterin der Kunststofffertigung bei Gira.

(Stand 2014)

Mehr Menschen bei Gira

Aufbruch mit Ausdauer

Motivation ohne Ende: Die Mitarbeiter des Segments 5 aus der Montage kassierten innerhalb von vier Jahren elf Mal die "Schlauerprämie", die von Gira für die Steigerung der Netto-Produktivität ausgegeben wird. Alles nur wegen des Geldes? Die Teamkoordinatorinnen Christiane Harnischmacher und Lilija Sartison sind anderer Meinung. Sie sagen: "Geld allein kann niemals motivieren."
Interview lesen

Himmelsstürmer mit Bodenhaftung

Der Club der Gira Aktiv Partner ist in der gesamten Branche einmalig. Außergewöhnlich sind nicht nur die vielen Aktivitäten, sondern auch der persönliche Umgang und das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Gira und den Mitgliedern. Als Leiter des Clubs spielt Jörg Hessler im Geschehen eine zentrale Rolle.
Interview lesen

Abenteuer mit Sicherungsleine

Im Jahr 2005 bot die Geschäfts- führung ihren Auszubildenden erstmals ein Jahr Arbeit im Ausland an. Im Raum stand ein Aufenthalt in China. Niemand machte Ernst - bis auf Clas Vesper, damals Auszubildender zum Werkzeugmechaniker in der Kunststofffertigung.
Interview lesen

Pioniere mit Vertrauensvorschuss

Gira hat im Jahr 2002 die Türsprechanlage im Schalter- programm erfunden und damit die Welt der Gebäudetechnik revolutioniert. André Dornseiff, Senior-Hardwareentwickler und Hartmut Heinbach, Programmierer für hardwarenahe Software/ Firmware sind die Männer der ersten Stunde.
Interview lesen

Karrierefrau mit Familiensinn

Kind und Karriere: Viele Frauen stellen sich die Frage, wie das funktionieren kann. Christiane Fastenau ist zweifache Mutter und leitet den Bereich Export-Marketing in Teilzeit. "Vieles ist möglich", sagt sie, "wenn das gesamte Paket stimmt."
Interview lesen

Analytiker mit Menschenkenntnis

Lutz Faßbender geht den Dingen gerne auf den Grund: Bei Gira absolvierte er gleich drei auf- wendige Weiterbildungsmaßnah- men in den Bereichen Mediation, Coaching und Organisations- psychologie, um seiner Rolle als Betriebsratsvorsitzender besser gerecht werden zu können.
Interview lesen

Grenzerfahrung mit Rückendeckung

Mit nur 29 Jahren leitet Sebastian Marz das vielleicht größte Organisationsprojekt von Gira: die Einführung von SAP als leitender Software für sämtliche Geschäftsprozesse im Unternehmen.
Interview lesen

Computernerd mit Zukunftsvisionen

Alle Unternehmen wünschen sich kreative und innovative Mitarbeiter. Aber was heißt denn das in technische Berufen? Markus Fromm-Wittenberg weiß es. Er glaubte an die Kombination aus EIB- und Internettechnologie, als alle anderen noch abwinkten - und kreierte ein Produkt, mit dem ein ganzes Haus per Computer gesteuert werden kann.
Interview lesen

Kunststoffkenner mit Forschergeist

Bernhard Hoster ist Technologiemanager im Geschäftsfeld Kunststofftechnik bei Gira. Der Experte hat nicht nur verschiedene leitende Positionen in der Region, sondern auch schon in Japan, China und der Türkei innegehabt. Zudem war er lange Zeit als Dozent an der Hochschule tätig.
Interview lesen

Wegbereiter mit Teamgeist

Jan Böttcher ist Wirtschaftswissenschaftler und hat sich schon im Studium mit nachhaltiger Unternehmensführung befasst. Seine Diplomarbeit hat er als Praxisarbeit bei Gira erstellt und damit das Thema Nachhaltigkeit in das Unternehmen eingebracht. Dafür hat er bei Gira viel Unterstützung erhalten.
Interview lesen

Wissensdurst als Antriebskraft

Lernen ist für sie zur echten Leidenschaft geworden. Biljana Branisavljevic-Sovic hat 2004 bei Gira in der Montage angefangen und sich schon bald auf eine Stelle als Teamkoordinatorin beworben. Schon während sie die zweijährige interne Ausbildung für diese neue Funktion absolviert, denkt sie über die nächste nach.
Interview lesen

Freiraum für innovative Ideen

Claus Schrödinger und Michael Weber haben bei Gira vor 16 beziehungsweise 17 Jahren als Vertriebsingenieure angefangen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit bei Planern und Architekten haben sie über die Jahre zunehmend mit der Umsetzung komplexer Funktionen von Gira High-Tech-Produkten in Ausschreibungen zu tun.
Interview lesen

Lebensweg mit starker Begleitung

Wer öfters bei Gira anruft, hat ihren Namen sicherlich schon gehört. Gabriele Günther hat bereits vor 38 Jahren bei Gira als Telefonistin angefangen. Vor sechs Jahren ist sie im Alter von 55 Jahren noch zur Teamleiterin aufgestiegen.
Interview lesen

Impulsgeberin im Dauereinsatz

Als Astrid Jurzitza vor mehr als 25 Jahren bei Gira in der Montage angefangen hat, war sie noch besorgt, ob sie den Akkord schaffen würde. Doch diese Angst ist schnell verflogen. Heute ist sie nicht nur souverän bei der Arbeit, sie denkt auch ständig darüber nach, wie sich die Abläufe dort noch verbessern lassen. Interview lesen

Spezialist mit dem Blick fürs Ganze

Dr. Stefan Pees ist Leiter der Software-Entwicklung IP bei Gira. Er hat den Bereich seit seinem Start bei Gira im Jahr 2010 aufgebaut und sich damit sein Aufgabengebiet selbst erabeiten und definieren können. Den besonderen Gestaltungsspielraum, den seine Position bei Gira bietet, schätzt er sehr.
Interview lesen

Bewegung mit Begeisterung

Ricarda Soyck-Lockner, Leiterin des Personalmanagements, und der Betriebsratsvorsitzende Lutz Faßbender haben bei Gira das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement vorangetrieben und die Firmenmitgliedschaft in einem sehr vielfältigen Gesundheitszentrum entwickelt.
Interview lesen

< 1 / 4 >

Gira als Arbeitgeber

TOP